Schützenhilfe aus Olching

Interview mit Peter Knoll über die Zweitstimmen-Werbung in Olching für Susann Enders, Listenkandidatin der Freien Wähler

 

Herr Knoll, Sie unterstützen als Olchinger die Landtagskandidatur von Susann Enders, Direktkandidatin der Freien Wähler in Weilheim-Schongau. Warum?

Aus persönlichen wie politischen Gründen. Susann Enders ist eine gute Freundin von mir, daher weiß ich: Sie steht für genau die Politik, die die Freien Wähler in Olching schon seit Jahrzehnten auszeichnet: menschenwürdige Pflege, wohnortnahe Schulen, Stichwort fehlende Realschule in Olching, bessere Ausstattung mit Lehrerinnen und Lehrern, fortschrittliche Umweltpolitik, Teilhabe-Möglichkeit aller Menschen am gesellschaftlichen Leben usw. Ich bin zudem der Meinung, dass der Bayerische Landtag ein Abbild der Bevölkerung sein sollte. Derzeit gibt es hier im Verhältnis viel zu viele Beamte und andere Mitglieder des Öffentlichen Dienstes, Juristen und Landwirte. Susann Enders arbeitet als OP-Schwester und ist die Vorsitzende des Sozialverbandes Oberland. Sie würde genau den Sachverstand in den Landtag einbringen, der in diesen Bereichen fehlt.

Wieso hängen in Olching so viele Plakate von Susann Enders? Wer bezahlt dafür?

Die Plakatwerbung ist noch immer die kostengünstigste Werbeform. Die hier aufgestellten 66 Plakate haben Freie Wähler aus Emmering, Olching und Weilheim aus Kostengründen selbst zusammengebaut, die Gestaltung stammt von mir.

Leider verfügt Susann aufgrund ihres viel zu schlecht bezahlten Berufs nur über sehr begrenzte Eigenmittel; über zwei Drittel unseres bescheidenen Budgets setzen sich aus Kleinspenden von Anhängern zusammen. Im Gegensatz zu anderen Parteien lehnen Freie Wähler Großspenden grundsätzlich ab, um nicht in Abhängigkeit von Lobbys und Großunternehmen zu geraten.

Wie schätzen Sie die Chancen von Susann Enders ein?

Gut. Susann Enders verfügt als Stadt- und Kreisrätin über die nötige politische Erfahrung in der Kommunalpolitik.

Als stellvertretende Bezirksvorsitzende der Freien Wähler Oberbayern und führende Sozialpolitikerin hat sie sich einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Susann Enders steht daher zurecht auf dem als aussichtsreich geltenden Platz 9 der Oberbayern-Liste.

Bei der Landtagswahl zählen ja Erst- und Zweitstimme zusammen und ihre bisherigen Wahlergebnisse in Weilheim-Schongau geben Anlass zur Hoffnung.

Ob es Susann in den Landtag schaffen wird, hängt angesichts vieler starker FW-Kandidatinnen und Kandidaten in Oberbayern, die teilweise über schier unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen, aber am seidenen Faden. Ich gehe von einem sehr knappen Ergebnis aus, jede einzelne Stimme zählt! Ich bitte daher alle Anhänger der Freien Wähler, ihre Zweitstimme der Susann Enders und nicht aussichtslosen Listenkandidaten zu geben.

Das Interview führte Romana Asam.

Stadt Weilheim i.OB

Weilheim_in_Oberbayern

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